Blumen Unruh
Gartenbau & Blumenhandel

Drei Generationen, ein Herz für Blumen – das ist Blumen Unruh aus den Vier- und Marschlanden. Der Neuengammer Betrieb Blumen Unruh ist seit 1937 in Familienhand und wird nun in dritter Generation von André Unruh geleitet. Der Betrieb hat sich auf Staudenkulturen mit einem Schwerpunkt auf Rosen spezialisiert: Über 50 Rosensorten wachsen hier im Boden oder auf einem Kokosfaser-Perlite-Substrat. Zudem findet man verschiedene Hortensien-Sorten in den Gewächshäusern des Betriebs. Die dekorativen Hagebutten, die André Unruh im Freiland anbaut, sind sehr robust und kommen mit wenig Pflanzenschutz aus. Zusätzlich ergänzt der Perückenstrauch als langjährige Freilandstaude das Sortiment – eine Schnittblume, die bei den Kundinnen und Kunden besonders beliebt ist. Im Sommer kommen Sommer-Astern als Freiland-Schnittblumen dazu. Aralien und weitere Schnittgrün-Sorten ergänzen das Sortiment. 

„Nachhaltigkeit bedeutet für uns, alles zusammengedacht: Wasser sparen, Pflanzenschutz gezielt und sparsam einsetzen, Verpackung reduzieren und Dinge reparieren, statt sie wegzuwerfen. So schützen wir Umwelt und Ressourcen und bleiben zugleich wirtschaftlich.“

André Unruh

UNSER BEITRAG

zur Nachhaltigkeit

Einsatz von Nützlingen im Gewächshaus als fester Bestandteil des Pflanzenschutzes, wodurch auf Spritzungen z. B. gegen Spinnmilben verzichtet werden kann

Förderung der Biodiversität durch Blühstreifen als Nahrungsquelle für Nützlinge sowie durch Bereitstellung von Nisthilfen für regional gefährdete Vogelarten

Kultivierung von langjährigen, robusten Sorten wie Freiland-Hagebutten zur Reduktion von chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen

Reduktion von Verpackungsmüll und Transport der Blumen in Mehrweg-Pfandeimern zum Schutz von Ressourcen

Im Freiland kultiviert André Unruh Skimmien dauerhaft als Winterkultur.
Im Gewächshaus werden seit 15 Jahren Aralien als Begleitgrün angebaut.

Nachhaltigkeit im Anbau

Nachhaltigkeit hat im Betrieb von Blumen Unruh viele Gesichter. Auf Beleuchtung im Gewächshaus verzichtet André Unruh vollständig, stattdessen setzt er in den Gewächshäusern erfolgreich auf natürliches Sonnenlicht. Auch seinen Kühlraum verwendet er nur selten – meist kommt die Ware direkt aus dem Gewächshaus oder vom Feld zum Blumengroßmarkt – so bleibt die Ware frisch und hält noch viele Tage in den Vasen der Endkund:innen.

Auf eine Verpackung der Blumen zum Transport verzichtet er größtenteils: Robuste Sorten wie Rosen, Hortensien und Astern werden nur mit einem Gummiband oder Klebestreifen gebündelt oder zum Teil auch gar nicht verpackt. Lediglich empfindlichere Sorten benötigen etwas mehr Verpackungsmaterial. Grundsätzlich erfolgt der Transport in Mehrweg-Pfandeimern, die viele Jahre halten.  

Biodiversitätsmaßnahmen

Im Betrieb ist der Einsatz von Nützlingen im Gewächshaus als Pflanzenschutzmaßnahme bereits fest etabliert. Zudem zieht ein Holzzaun auf dem Betriebsgelände, welcher mit Efeu überwachsen ist, bereits eine Vielzahl von Bestäubern und Nützlingen an, da dieser als wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Insekten dient.

Im Rahmen des Projekts “UnternehmensNatur” wurde ein Biodiversitätskonzept für den Betrieb erstellt, durch welches Nisthilfen für verschiedene Vogelarten in diesem Frühjahr auf den Betriebsflächen angebracht wurden.

André Unruh freut sich auf die gemeinsame Entwicklung von weiteren Maßnahmen innerhalb des Projekts “Nachhaltige Schnittblumen”. Im Herbst 2025 werden die Freilandflächen durch einen Blühstreifen ergänzt, um die Biodiversität auf dem Betriebsgelände zusätzlich zu steigern. Zudem möchte er im kommenden Frühjahr die Vorteile von Pflanzenkohle zur Verbesserung der Bodengesundheit und zur Kohlenstoffbindung auf seinen Anbauflächen testen.

Blumenhandel mit Kundenbindung

André Unruh legt viel Wert auf die Pflege von Kundenkontakten. So werden saisonale Kund:innen häufig zu langjährigen Partner:innen. Auf dem Hamburger Blumengroßmarkt läuft der Verkauf hauptsächlich über direkten Kundenkontakt. André Unruh betreibt selbst regionalen Handel und kann so seinen Kundenstamm weiter ausbauen. Im Sommer beträgt der Anteil der regionalen Ware über 70 % des gesamten Verkaufs. Im Winter muss zugekauft werden, um den Wünschen der Kund:innen gerecht werden zu können.

Die Vier- und Marschlande im Südosten Hamburgs gehören zu den ältesten Blumenanbaugebieten Deutschlands. Die Region steht für handwerklich erzeugte, saisonale Schnittblumen mit kurzen Transportwegen und großem kulturellen Wert für die Stadt.  

KONTAKT

Blumen Unruh 
Neuengammer Hausdeich 113a
21039 Hamburg

info[at]blumen-unruh.de
www.blumen-unruh.de

Bild: Blumen Unruh

Hier investieren die Europäische Union und das Land Hamburg in die Entwicklung ländlicher Räume.